Awareness

Wir verstehen Awareness als eine Haltung und ein Handeln, mit dem wir uns aktiv für Gerechtigkeit, Solidarität, Inklusion und gemeinschaftliche Veränderung einsetzen. Ziel ist es, durch Unterstützungs- und Awareness-Strukturen Verantwortung bei Grenzverletzungen, Übergriffen und diskriminierendem Verhalten zu übernehmen – insbesondere mit Blick auf marginalisierte Personen und Gruppen.

Unser Verständnis von Awareness umfasst einen achtsamen und vertraulichen Umgang sowie die Begleitung von Betroffenen von Gewalt und Diskriminierung. Dabei wollen wir ein Bewusstsein für gesellschaftliche Machtverhältnisse, Diskriminierung, Gewalt, Grenzverletzungen und hierarchische Denkmuster schaffen. Wir betrachten diese Phänomene nicht als individuelle Einzelfälle, sondern als Ausdruck und Problem bestehender gesellschaftlicher Machtstrukturen, die auch im Zollhausverein wirken.

Das Zollhausteam, bestehend aus ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen, setzt sich dafür ein, allen Menschen während ihres Aufenthalts im und am Zollhaus eine Umgebung ohne Diskriminierung und Unterdrückungsstrukturen zu bieten. Wir wollen einen sozialen und kulturellen Ort schaffen, an dem sich jede Person wohlfühlen und aktiv teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht/Gender, Alter, sozialer Herkunft/Klasse, Hautfarbe, Race, sexueller Orientierung, Behinderung, Neurodiversität, Muttersprache, Bodysize, Familienstand, Elternschaft oder Wohnungsstatus.

Awarenessarbeit umfasst sowohl präventive als auch unterstützende Ansätze. Durch präventive Maßnahmen sollen diskriminierungs- und gewaltminimierende Bedingungen geschaffen werden, etwa durch Aufklärung, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Das Awareness-Team bietet zudem temporäre, akute Unterstützung für Betroffene und schafft einen Raum, in dem gegen diskriminierendes und übergriffiges Verhalten vorgegangen werden kann. Ziel ist die Selbstermächtigung der betroffenen Personen, wobei die Unterstützung während Veranstaltungen bedarfsorientiert erfolgt.

Die Etablierung von Awareness bzw. eines Safer Space verstehen wir als einen kontinuierlichen Prozess, der durch Kritik, Reflexion, Wissensaneignung, Sensibilisierung und aktive Maßnahmen vorangetrieben wird.

Wir sehen Awareness als ganzheitliche Aufgabe des Zollhausvereins e.V. und appellieren an alle Mitglieder, Awareness als grundlegende Haltung nach dem Prinzip „Eine*r für alle, alle für eine*n“  zu übernehmen. Für das Awareness-Team, die Vereinsmitglieder und Besucher*innen bedeutet dies, Verantwortung zu übernehmen und Solidarität mit betroffenen Personen zu zeigen. Dazu schaffen wir Räume für alle, die aktiv am Awareness-Prozess mitwirken.

Achtsam feiern // Raum für Respekt.

Zollhaus Leer // Ein sicherer Ort für Kultur.
Alle sind willkommen // Alle sind verantwortlich.
Miteinander // Füreinander.
Passt auf euch & aufeinander auf.
Danke und Liebe geht raus an unser Awareness-Team, bestehend aus aktiven Mitgliedern, die uns hier mit ihrer Expertise ehrenamtlich unterstützen!
Das komplette Konzept gibt es in Kürze hier zum Download

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